„Habt ihr gesehen? Das war der Kolibri!“ Mit diesen Worten fing alles an, im Sommer 2013.

Als Reisebegleitung bin ich mit einer Gruppe an der Nordküste der wunderschönen Insel Sardinien. Wir paddeln mit unseren geliehenen Stand Up Paddle Boards auf dem Mittelmeer. Es macht Spaß und wir sind neugierig. Warum nicht mal ein paar Yogaübungen auf dem Board ausprobieren? Eine von uns ist Anfängerin, auch sie nimmt die Herausforderung an. Plötzlich verliert sie das Gleichgewicht. Sie kreist schnell mit den Armen, um sich auf dem SUP zu halten. Gefühlt vergehen Minuten. Schafft sie es oder schafft sie es nicht? Schließlich fällt sie ins Wasser. Als sie wieder auftaucht, ruft sie uns zu: „Habt ihr gesehen? Das war der Kolibri!“ Wir lachen, und ich sage: „Falls ich jemals ein Yogastudio in Köln eröffnen sollte, nenne ich es auf jeden Fall Kolibri!“

Warum? Zunächst erscheint das beschriebene Ereignis vielleicht unbedeutend. Es ist aber ein Sinnbild für eine bestimmte Haltung in schwierigen Lebenslagen. Für den Mut, Grenzen auszutesten und sie zu überwinden. Für die Einsicht, loszulassen und auf das Gute zu vertrauen. Und für die Kreativität, aus dem Fallen etwas Neues zu entwickeln.

Das Gleichgewicht zu verlieren ist nichts Schlimmes. Es ist ein Zeichen für Weiterentwicklung und Neuanfang. Aus dem Gleichgewicht geraten und daran wachsen. Das ist mir schon passiert. Oft. Und auch mal heftigst. Da musste ich ne lange Pause machen, bevor es weiterging. Ich weiß wie es sich anfühlt, scheinbar nicht gut genug zu sein. Ich weiß, wie es sich anfühlt, aufgeben zu wollen. Aber ich weiß auch, wie man da raus kommt. Wie man sich selbst auffängt, auftaucht und sich frei macht von Angst, Zwang und Leistungsdruck. Wie man das Gleichgewicht wiederfindet. Dabei kann ich dir helfen – mit meinen Yogastunden, egal ob auf dem Wasser, online oder im Studio im Kölner Agnesviertel. Denn es gibt immer eine Lösung, im Zweifel halt den Kolibri.